Arbeitsschritte zur Herstellung eines traditionellen Fundaments
1. Aushub. Der erste Schritt bei der Herstellung des Fundaments ist das Abtragen der oberen Bodenschicht und das Ausheben der Baugrube in der im Projekt vorgegebenen Tiefe und Breite. Der Aushub erfolgt in der Regel mit einem Bagger und wird anschließend von Hand begradigt.
2. Bewehrung. Damit die Fundamentstreifen beim Setzen des Bodens nicht reißen, werden sie zusätzlich in Längsrichtung mit Stahlstäben bewehrt. Eine Standardbewehrung besteht meist aus 4 gerippten Stahlstäben mit einem Durchmesser von 12 mm.
3. Betonieren der Fundamentstreifen. Zum Betonieren der Fundamentstreifen wird meist Beton der Klasse mindestens C16/20 verwendet. Dieser Beton muss außerdem mit einem Rüttler verdichtet und mit einer Richtlatte abgezogen werden.
4. Errichten der Fundamentwände. Beim Mauern müssen alle Fugen sorgfältig mit einem hochfesten Zementmauermörtel gefüllt werden. In diesem Schritt können auch die Abflüsse und Anschlüsse ins Innere geführt werden

5. Feuchtigkeitsschutz. Nach dem Mauern der Fundamentwände werden diese gegen Bodenfeuchtigkeit abgedichtet. Die Abdichtung soll verhindern, dass Feuchtigkeit durch das Fundament aufsteigt und dadurch Risse entstehen oder die Wärmedämmung beeinträchtigt wird.
6. Auffüllen mit Sand. In diesem Schritt wird der Raum zwischen den Fundamenten mit Sand oder feinem Kies aufgefüllt und anschließend verdichtet. Dabei bleibt eine 10-15 cm starke Schicht, die bis auf Höhe der Fundamentwände mit Beton aufgefüllt wird.
7. Betonieren. Auf der vorbereiteten Schicht wird eine Bewehrung aus Baustahlmatten verlegt. Dabei ist darauf zu achten, dass sie von unten mit Betonstücken oder Betonklötzen abgestützt werden. Nun kann Beton bis auf Höhe der Fundamentwand eingebracht werden.

8. Abdichtung. Im letzten Schritt wird die Fundamentoberfläche mit Dysperbit oder Schweißbahn abgedeckt. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit durch die Bodenbalken aufsteigt.
Auf dem so vorbereiteten Fundament kann das Holzhaus errichtet werden.
