Unabhängig davon, auf welcher Fläche das Holzhaus stehen soll, muss diese für Stabilität und Sicherheit sorgen. Deshalb sollte der gewählte Standort besonders sorgfältig vorbereitet, befestigt und bewehrt werden.
Drei Schritte zur optimalen Vorbereitung des Untergrunds für ein Holzhaus
Den Untergrund für ein Holzhaus vorzubereiten, ist nicht schwierig. In drei Schritten ist es kurz erklärt. Dabei sollte jedoch jeder Arbeitsschritt äußerst sorgfältig ausgeführt werden, denn nur so ist eine langfristige und sichere Nutzung des fest verankerten Holzhauses gewährleistet.
Wichtig ist auch, dass der für das Holzhaus gewählte Standort trocken ist. Ein feuchter Untergrund begünstigt die Entstehung von Pilzen und Schimmel und lässt die Elemente des Holzhauses aufquellen. Das beeinträchtigt die Qualität und verkürzt die Nutzungsdauer erheblich.
Den Untergrund reinigen
An der Stelle, an der das Holzhaus aufgestellt werden soll, müssen Grasnarbe, Steine, Äste und alle anderen Hindernisse entfernt werden, die das Anlegen einer ebenen Fläche verhindern. Ist der Boden nicht ausreichend fest, muss er zusätzlich befestigt werden.
Beim Reinigen der Fläche empfiehlt es sich, den Boden etwas abzusenken, um Platz für die folgenden Schotterschichten zu schaffen. In der Regel reichen etwa 25 cm, die sich beim Abtragen der Grasnarbe leicht erreichen lassen.
Eine Sandschicht aufbringen
Die Sandschicht bildet die Grundlage für die weiteren Schotterschichten, die zusammen einen soliden Untergrund für das Holzhaus bilden. Sie sollte etwa 7 cm dick sein. Empfehlenswert ist, zwischen zwei Kiesschichten ein Geotextil zu verlegen und alles gründlich mit einer Rüttelplatte zu verdichten.
Schotterschichten aufbringen
Auf die Sandschicht kommt eine 10 cm dicke Lage groben Schotters, darauf eine feinere Körnung von etwa 16 mm. Jede Schicht muss eingeebnet und verdichtet werden, damit ein stabiler Untergrund entsteht, der sich ideal für das punktuelle Verlegen von Betonblöcken eignet. Diese bieten der Holzkonstruktion den besten Halt. Alternativ kann eine Fundamentplatte gegossen werden, die durch eine Abdichtungsschicht, beispielsweise Dachpappe, vom Untergrund getrennt werden sollte.
An Abdichtung und Höhenmessung denken
Die erste Schutzschicht für den Untergrund unter Holzhäusern ist ein zwischen zwei Sandschichten verlegtes Gartenvlies. Die zweite ist eine Abdichtung, die den Übergang zwischen dem Untergrund und dem Holzboden des Hauses schützt.
Schon bei der Vorbereitung des Bauplatzes sollte man auch an das Nivellieren des Geländes denken – und vor allem sollte man sich dabei nicht auf den bloßen Augenschein verlassen. Auf kleineren Flächen kann eine Wasserwaage verwendet werden, auf größeren empfiehlt sich ein Nivelliergerät. Ein korrekt ausgerichtetes Holzhaus sieht nicht nur besser aus und ist besser nutzbar, sondern wird auch vor falsch abfließendem Regenwasser, liegenbleibendem Schnee und sogar vor einer Neigung des Gebäudes durch starken Wind geschützt.
Sorgfalt ist entscheidend
Bei den einzelnen Schritten zur Vorbereitung des Bauplatzes für ein Holzhaus ist sorgfältiges Arbeiten besonders wichtig. Nur wenn das Gelände ordnungsgemäß und gewissenhaft gereinigt, eingeebnet, befestigt und bewehrt wird, lässt sich das Gebäude langfristig nutzen.
