Holzhäuser sind beliebt – sie sind ausgesprochen attraktiv, umweltfreundlich und strahlen eine gemütliche Atmosphäre aus. Damit die Gebäude jedoch viele Jahre lang halten, muss ihre Konstruktion stabil und widerstandsfähig gegenüber wechselnder Witterung und zahlreichen mechanischen Einflüssen sein. Eignet sich nasses Holz für den Hausbau?
Diese Frage taucht häufig in Online-Foren auf. Dabei sollte man bedenken, dass ungeeignete Rohstoffe die Haltbarkeit der Häuser und den Nutzungskomfort beeinträchtigen. Deshalb verwenden die Fachleute von Drewnolandia stets Materialien mit optimaler Feuchtigkeit.
Nasses Konstruktionsholz – Normen und technische Anforderungen
Die Anforderungen an die Eigenschaften von Holzmaterialien werden durch einschlägige Empfehlungen und Vorschriften geregelt, unter anderem:
- Technische Bedingungen für die Ausführung und Abnahme von Bauarbeiten (WTWiORB)
Die Publikationsreihe des Instituts für Bautechnik enthält Richtlinien für Holzkonstruktionen (1). Demnach muss das für den Bau verwendete Produkt die Norm PN-EN 14081-1 erfüllen. Seine Feuchtigkeit darf höchstens 18% betragen (bei Konstruktionen, die vor Feuchtigkeit geschützt sind) oder 23% (bei Konstruktionen, die Witterungseinflüssen ausgesetzt sind). Außerdem ist der Bauherr verpflichtet, die Festigkeitsklasse zu überprüfen. Bei der Auswahl von Dachholz sollte man auch darauf achten, ob es trocken oder nass ist.
- Bemessungsnorm PN-EN 1995-1-1
Das Dokument „Bemessung und Konstruktion von Holzbauten. Teil 1-1: Allgemeines. Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau“ konkretisiert Fragen zu Bauwerken aus Holz und Holzwerkstoffen. Es enthält unter anderem Empfehlungen zur Feuchtigkeit der Produkte. Außerdem finden sich darin Vorlagen für statische und bautechnische Berechnungen.
- CE-Norm
Der Holzlieferant ist verpflichtet, das Holz gemäß dem europäischen CE-Standard (Conformité Européenne) zu kennzeichnen. In der Praxis bestätigt dieses Symbol, dass die angebotenen Produkte von guter Qualität sind und die entsprechenden Sortier- und Festigkeitsklassen aufweisen. Für das Fehlen dieser Kennzeichnung droht eine Geldstrafe von bis zu 100 tys. zł (geregelt im Bauproduktegesetz, Art. 34).
Dachstuhlholz – nass oder trocken?
Der Dachstuhl ist ein wichtiges Bauteil, deshalb müssen die Materialien für seine Montage sorgfältig ausgewählt werden. Frisch geschlagenes Holz darf nicht verwendet werden, da seine Feuchtigkeit dann über 50% liegt. Beim Trocknen gibt das Holz Wasser ab, wodurch sich seine Fasern zusammenziehen. Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede bei Bauteilen mit einem Querschnitt: Nach dem Trocknen verringern sich ihre Maße um mehrere oder sogar einige Dutzend mm. Das führt bereits während der Bauarbeiten zu erheblichen Problemen. Nicht selten sind die gekauften Materialien verzogen und beginnen sich durch Feuchtigkeit zu verformen. Selbst wenn es gelingt, sie zu montieren, entstehen schon nach kurzer Zeit an den Verbindungsstellen Spielräume. Das kann unter anderem Veränderungen im statischen System oder örtlich auftretende Spannungen verursachen. Infolgedessen wird der Dachstuhl weniger belastbar. Die Antwort auf die Frage, ob das Holz trocken oder nass sein sollte, scheint daher eindeutig.
Warum lohnt es sich, auf getrocknetes Holz zu setzen?
Achten Sie bei der Auswahl von Dachholz oder Holz für andere Bauteile darauf, ob es trocken oder nass ist. Material mit dem richtigen Feuchtigkeitsgehalt bietet viele Vorteile, zum Beispiel:
- Leichte Verarbeitung
Schlecht getrocknetes Rohmaterial erschwert die Montage, da es zu erhöhter Reibung und einem höheren Gewicht führt. Dadurch nutzen sich auch die Geräte schneller ab.
- Bessere Imprägnierung
Nasses Holz lässt sich nicht wirksam imprägnieren. Um die Struktur des Hauses wirksam zu schützen, sollte trockenes Material verwendet und zusätzlich ein geeignetes Schutzmittel aufgetragen werden.
- Geringere Anfälligkeit für Schädlinge und Pilze
Eine feuchte Umgebung begünstigt die Entwicklung von Schimmelpilzen und verschiedenen Insektenarten. Es lohnt sich daher, in hochwertige Materialien zu investieren. Bewährt hat sich kammergetrocknetes Holz, das durch hohe Temperaturen von Schädlingen und Keimen befreit wird.
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Institut für Bautechnik, Teil A: Erd- und Konstruktionsarbeiten, Heft 4: Holzkonstruktionen, 2020.



