Wenn Sie beim Hausbau auf einen Keller verzichten, keinen Hauswirtschaftsraum im Haus haben oder einfach über etwas weniger Platz verfügen, ist ein freistehendes Gerätehaus die Lösung für Ihre Probleme bei der Aufbewahrung von Gartengeräten, der nötigen Heimwerker-Ausrüstung, Grillzubehör oder Fahrrädern. Welches Gerätehaus sollten Sie wählen?
Das passende Gerätehaus auswählen
Moderne Gerätehäuser bieten vielfältige Aufbewahrungsmöglichkeiten, sind äußerst funktional und eignen sich zugleich hervorragend als origineller Blickfang in unserem grünen Umfeld. Doch bevor Sie sich für eine bestimmte Lösung entscheiden, sollten Sie einige wichtige Aspekte berücksichtigen. So finden Sie ein Gerätehaus, das perfekt zu Ihren Bedürfnissen und persönlichen Vorlieben passt.
Jedes kleine Gerätehaus sollte praktisch sein und alle Gartengeräte sowie kleinere Maschinen aufnehmen können. Idealerweise fügt es sich harmonisch in die Umgebung ein – nicht nur in den Garten, sondern auch in das bestehende Gebäudeensemble und das Wohnhaus. Natürlich muss das Gerätehaus robust sein und aus Materialien bestehen, die auch bei intensiver Nutzung über viele Jahre hinweg eine hohe Qualität gewährleisten. Wichtig sind außerdem die Größe und der Standort im Verhältnis zum Wohnhaus.
Wie groß sollte ein Gerätehaus für den Garten sein?
Die Mindestgröße von Gerätehäusern beträgt 200x130 cm. In diesen Gebäuden finden die wichtigsten Gartengeräte, Arbeitskleidung sowie ein Vorrat an Saatgut und Pflanzenschutzmitteln Platz. Größere Gerätehäuser mit Abmessungen von etwa 300x200 cm ermöglichen auch die bequeme Aufbewahrung kleinerer Geräte und Maschinen. Rasenmäher, ordentlich gelagerte Gartenmöbel und sogar Fahrräder lassen sich in einem Gebäude dieser Größe praktisch die ganze Saison über unterbringen.
Größere Gebäude, die zur Aufbewahrung und Lagerung von Gegenständen dienen, sind eher als Gartenhäuser einzustufen. Wenn ihre Fläche 35 m2 auf dem Land beziehungsweise 25m2 in der Stadt nicht überschreitet und es sich um eingeschossige, freistehende Gebäude handelt, ist für den Bau keine Genehmigung erforderlich.
Unabhängig von Größe und Material wird ein Gerätehaus mit Holzunterstand immer beliebter. Es erleichtert die Hausarbeit im Herbst und Winter erheblich, wenn die Gartenarbeit in den Hintergrund rückt. Eine hervorragende Möglichkeit, Brennholz zu lagern.
Aus welchen Materialien kann ein Gerätehaus gebaut werden?
Bei der Wahl eines Gerätehauses lohnt es sich, die Eigenschaften der verschiedenen Materialien zu vergleichen, aus denen diese Gebäude am häufigsten gefertigt werden. Am beliebtesten sind eindeutig Gerätehäuser aus Holz. Etwas seltener findet man im Garten ein Gerätehaus aus Metall oder Kunststoff.
Gerätehäuser aus Holz
Jedes Gerätehaus aus Holz ist einzigartig. Holzkonstruktionen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch praktisch, robust und preiswert. Sie können eingeschossig sein oder über ein Dachgeschoss verfügen und ein Pult-, Sattel- oder Walmdach haben, das meist mit Dachpappe, Schindeln, Dachziegeln oder sogar Reet gedeckt ist. Die Wände haben Fenster- und Türöffnungen; die Türen sind ein- oder bei größeren Gebäuden zweiflügelig. Gerätehäuser aus Holz können optional mit einem Fußboden ausgestattet werden, der – wichtig zu beachten – keinen direkten Kontakt zum Untergrund haben sollte.
Denken Sie daran, dass sowohl das für den Bau des Gerätehauses verwendete Holz als auch die Dacheindeckung regelmäßig gepflegt und instand gehalten werden müssen. Dafür sind diese Lösungen umweltfreundlich und unterstreichen den Garten als natürlichen grünen Lebensraum besonders schön.
Gerätehäuser aus Kunststoff
Kunststoffhäuser sind leicht, relativ preiswert und müssen nicht imprägniert werden. Zu ihren Vorteilen zählen sicherlich die einfache Montage, die Wasserbeständigkeit, die unkomplizierte Reinigung und die Möglichkeit, sie in nahezu jeder Materialoptik zu kaufen. Außerdem sind Kunststoffhäuser mit einem Fußboden ausgestattet.
Welche Nachteile hat diese Lösung? Gerätehäuser aus PVC verblassen schnell, und selbst bei den teuersten Modellen treten auf der Oberfläche punktuelle, unschöne Verfärbungen auf. Zudem ist dies die am wenigsten umweltfreundliche Lösung.
Gerätehäuser aus Metall
Gerätehäuser aus Metall sind die am wenigsten verbreitete Lösung. Es handelt sich um leichte, robuste und preiswerte Konstruktionen aus verzinktem Stahl oder Aluminium. Ihr größter Vorteil ist sicherlich, dass sich der Innenraum vollständig sichern lässt, zum Beispiel gegen Diebstahl.
Gerätehäuser aus Metall sind außerdem beständig gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und Wasser, sofern sie entsprechend geschützt wurden. Nur sehr wenige Modelle dieser Art sind mit einem Fußboden ausgestattet. Einige Modelle imitieren Holz sehr überzeugend, müssen aber – anders als Holzkonstruktionen – nicht imprägniert werden.
Ein Gerätehaus aus Metall ist zwar praktisch, robust und einfach zu montieren – besonders, wenn es aus vorgefertigten Platten besteht –, wirkt aber leider oft optisch wenig ansprechend und passt nicht zur Ästhetik des Gartens. Außerdem lässt sich im Winter nur schwer eine optimale Temperatur darin halten.
Warum lohnt sich ein Gerätehaus?
Gerätehäuser lösen sicher das Problem eines fehlenden Kellers oder Hauswirtschaftsraums. Sie sind funktional, vielseitig und ästhetisch. Abseits des Hauses, an einem ruhigeren Platz im Garten aufgestellt, können sie auch ein idealer Rückzugsort für Heimwerker, Kunsthandwerker und Gärtner sein – oder für alle, die sich in Ruhe und Stille kreativ betätigen möchten.
Gerätehäuser mit Holzunterstand, Fahrradüberdachung oder einer anderen Ausstattung, die auf die individuellen Anforderungen der Nutzer abgestimmt ist, eignen sich auch hervorragend als ganzjährig nutzbarer Wirtschaftsraum. Deshalb empfehlen wir diese Lösung von Herzen.



